Mein Weg der Fotografie war vor allem ein Weg zu mir selbst. Wenn man sich daran macht, «ernsthafter» fotografieren zu wollen, kommt man nicht darum, seinen eigenen Antrieb massiv zu hinterfragen. Mir persönlich ging es noch nie darum, unbedingt ferne exotische Orte präsentieren zu müssen oder Bilder mit der aller neuesten Bildbearbeitungstechnik zu zeigen. Nur weil so ein Bild irgendwie «cool», ungewöhnlich oder neuartig ausschaut. Es ist gar nicht die rein visuelle Ebene, welche mich an der Art-Fotografie wirklich interessiert.
Man geht ja schliesslich auch nicht in die Natur um sich einfach nur «coole Bäume» anzugucken (z aluägä), sondern doch vielmehr um Dinge entdecken zu können, die einem auf geistiger und emotionaler Ebene etwas bedeuten und geben können. Denn letztendlich sehen wir mit dem Kopf und nicht mit den Augen.
Und so sind es dann eben genau diese Metaphern, diese emotionalen und geistigen Berührungspunkte, welche ich mit meiner Fotografie festhalten und dir zeigen möchte. Es ist der Versuch eben nicht nur einfach ein "cooles Fotomotiv" möglichst eindrucksvoll abzufotografieren, sondern vielmehr Bilder zu erschaffen, die einem tatsächlich etwas bedeuten können. Bilder zu erschaffen, die am Ende viel mehr zeigen als nur die Reproduktion einer gegebenen Szene. Bilder für den Kopf und nicht nur für die Augen.
Alle Bilder in meinem Art-Portfolio sind von vornherein als Kunstwerk für die Wand konzipiert und sehr sorgfältig fotografiert und umgesetzt. Soweit möglich, verzichte ich auf eine nachträgliche Bearbeitung mit Photoshop oder einer KI. Meine Bilder sollen echte Zeugnisse real existierender Dinge darstellen.
Viele meiner Motive sind oft sehr mühevoll recherchiert und es hat zum Teil mehrere Anläufe, mehrere Jahre gebraucht, um ein Motiv wirklich perfekt umsetzen zu können. In der Regel passen nur sehr selten Erreichbarkeit der Location, Wasserstand, Licht, Wetter und andere Dinge so gut zusammen, das so ein Bild beim ersten Anlauf gelingt.
Die hier gezeigten Bilder haben daher für mich persönlich einen gewissen Wert und werden daher nicht als Poster, Kalender oder gar Postkarte veräussert. Die Bilder sind ausschliesslich als streng limitierter Print auf hochwertigem Fotopapier erhältlich und können in meinem Onlineshop bestellt werden.
ART PORTFOLIO
Orton-Effekt, Timeblending, Luminanz-Masken, Fokus-Stacking, Bildmontagen, Filmsimulationen,… Seit langem ist es ein grosser Trend in der Fotografie, Bilder massiv mit Photoshop zu bearbeiten, damit sie einfach nur irgendwie «cooler» aussehen als in der Realität und somit eine gewisse Aufmerksamkeit erregen. Mich persönlich hat das tatsächlich noch nie berührt. Für mich stand schon immer das Motiv selbst im Vordergrund und nicht die Bearbeitung. Warum sollte ich mir einen Berg in den Dolomiten als Bild an die Wand hängen, wenn ich selbst überhaupt keinen Bezug zum abgebildeten Motiv habe? Wenn so ein Bild nichts weiter aussagt, ausser dass da halt ein Berg zu sehen ist? Das ergibt keinen Sinn für mich. Auch nicht dann, wenn so ein Bild aufwendig bearbeitet ist. Photoshopping alleine ist dann einfach keine Bildaussage. Für mich muss ein Foto immer so etwas wie eine zweite Ebene besitzen. Für etwas bestimmtes stehen, etwas symbolisieren, mit dem Betrachter oder der Umgebung kommunizieren können und so einfach viel mehr sein als die reine Abbildung eines "coolen" Sujets.
In diesem Sinne ist die Natur- oder Landschaftsfotografie eine recht grosse Herausforderung für mich. Zu schnell ist man beim Anblick grossartiger Natur verleitet die Kamera auszupacken und ohne Verstand drauflos zu fotografieren. Gerade im digitalem Zeitalter. In meinen Augen besteht die eigentliche Kunst aber dann genau darin, die Kamera erst einmal in der Tasche zu lassen und stattdessen darüber nachzudenken, was einem das Bild bedeutet. Ich denke, dass man an guten Bildern einfach sehen können sollte, was sich der Fotograf dabei gedacht hat. Denn am Ende sind es genau diese Gedanken, die Inhalte eines Bildes, die einem etwas bedeuten können und nicht die krassen Kontraste, Farben oder die hyperreale Bildschärfe.



