LANDSCAPE

Orton-Effekt, Timeblending, Luminanz-Masken, Fokus-Stacking, Bildmontagen, Filmsimulationen,… Seit langem ist es ein grosser Trend in der Fotografie, Bilder massiv mit Photoshop zu bearbeiten, damit sie einfach nur irgendwie «cooler» aussehen als in der Realität und somit eine gewisse Aufmerksamkeit erregen. Mich persönlich hat das tatsächlich noch nie berührt. Für mich stand schon immer das Motiv selbst im Vordergrund und nicht die Bearbeitung. Warum sollte ich mir einen Berg in den Dolomiten als Bild an die Wand hängen, wenn ich selbst überhaupt keinen Bezug zum abgebildeten Motiv habe? Wenn so ein Bild nichts weiter aussagt, ausser dass da halt ein Berg zu sehen ist? Das ergibt keinen Sinn für mich. Auch nicht dann, wenn so ein Bild aufwendig bearbeitet ist. Photoshopping alleine ist dann einfach keine Bildaussage. Für mich muss ein Foto immer so etwas wie eine zweite Ebene besitzen. Für etwas bestimmtes stehen, etwas symbolisieren, mit dem Betrachter oder der Umgebung kommunizieren können und so einfach viel mehr sein als die reine Abbildung eines  "coolen" Sujets.

In diesem Sinne ist die Landschaftsfotografie eine recht grosse Herausforderung für mich. Zu schnell ist man beim Anblick grossartiger Natur verleitet die Kamera auszupacken und ohne Verstand drauflos zu fotografieren. Gerade im digitalem Zeitalter. In meinen Augen besteht die eigentliche Kunst aber dann genau darin, die Kamera erst einmal in der Tasche zu lassen und stattdessen darüber nachzudenken, was einem das Bild bedeutet. Ich denke, dass man an guten Bildern einfach sehen können sollte, was sich der Fotograf dabei gedacht hat. Denn am Ende sind es genau diese Gedanken, die Inhalte eines Bildes, die einem etwas bedeuten können und nicht die krassen Kontraste, Farben oder die hyperreale Bildschärfe.

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